Hoffen und Bangen

6. November 2017

Seit beinahe zwei Wochen befinden wir uns nun in San Diego und warten jeden Tag aufs Neue darauf endlich Richtung Mexiko weiterzufahren zu können. Immerhin konnten wir den Van zwischenzeitlich in die Hände ausgewiesener Experten übergeben und wissen bestens beraten zu sein. Bis dahin verbringen wir die Nächte in einem Hostel und die Tage auf dem Surfboard beim Pacific Beach. Eine willkommene Abwechslung zum Campingleben. Zumindest in Grossstädten wie San Diego. Doch wie es im Leben halt so ist, läuft nicht immer alles ganz nach Plan. So erreichen uns diese Tage immer wieder E-Mails mit für uns weniger positiven Neuigkeiten. Es scheint als würden wir jeweils einen Schritt nach vorne und zwei zurück machen. Nebst den bereits aus der Erstinspektion bekannten Mängel sind nun Weitere dazugekommen. Das Schaltgetriebe und die Vorderachse sind in einem solch desolaten Zustand, dass kein Wege an einer Komplettüberholung vorbeiführt. Ein durchaus kostspieliges Unterfangen, dass unser eh schon überstrapaziertes Budget noch mehr belastet. Hinzu kommen ein Satz neuer Reifen für die schlechteren Strassenverhältnisse, die noch auf uns warten und die Reparatur des „Ignition Coils“ plus diverse andere kleiner Reparaturarbeiten. Die ursprünglich geplante Solarpanel Installation für die Tage weit abseits der Zivilisation und dem gewohntem Komfort ist somit vom Tisch.

Nach mehreren Tagen des Wartens ist es am Donnerstag endlich soweit. Kurz vor Feierabend können wir unseren Van wieder in Empfang nehmen. Das Team rund um Pete und Tim von South Westies San Diego haben ganze Arbeit geleitet. Einzig das Problem mit dem „Airflowmeter“ konnten wir aus Zeit- und Kostengründen nicht mehr beheben lassen. Wir haben aber das Ersatzteil, das sehr schwer zu bekommen ist, für den Fall der Fälle dabei und hoffen es aber nie einsetzen zu müssen. Nun gilt es noch die obligate Autoversicherung für Mexiko zu lösen und dann steht dem Grenzübertritt nichts mehr im Weg. Theoretisch.