Guatemala

Bosque y Fuego



Nachdem wir zu dritt mit dem Versuch an einem Tag von Chetumal (Mexiko) über Belize nach Flores (Guatemala) zu fahren fast am zweiten Grenzübergang (mangels Bargeld) stecken geblieben sind, hatten wir den See Peten Itzà doch noch erreicht. Das Dörfchen Flores, ein Paradies für Backpacker, war für uns vor allem eins: Geld abheben, Wäsche waschen, Autoversicherung abschliessen, einkaufen und Douglas einen wohl verdienten Ölwechsel gönnen.

Nach Flores übernachteten wir in Tikal, den berühmten Maya Ruinen im Urwald. Am nächsten Morgen früh hatten wir diese riesigen Stufenpyramiden ganz für uns, natürlich zusammen mit all den verschiedensten Tieren. Unbezahlbar war die Aussicht auf der höchsten Pyramide, über den Baumkronen, die bis zum Horizont reichen.

Ein sehr langer Fahrtag nach Antigua stellte sich dann als zu optimistisch heraus und so standen wir im Stau in mitten von Guatemala City bei Nacht. Zum Glück gab es ein Schweizer Restaurant direkt an der Strasse mit viel Platz zum gratis campen. Die Rösti zum Frühstück liess dann fast ein wenig Heimweh aufkommen. In Antigua angekommen, fanden wir Unterschlupf auf dem Parkplatz eines Hostels. Unser grosses Ziel war es auf den Vulkan Acatenango zu wandern und den aktiven Vulkan Fuego zu bestaunen. Mit fast 2’000
Höhenmetern auf 7km Distanz eine äusserst intensive Wanderung und die atemberaubendste Erfahrung auf unserer Reise bisher. Ein Lavaspuckender Berg direkt vor unseren Augen, noch nie waren wir der Entstehung der Erde näher.

Danach musste Madlen wieder nach Hause fliegen und wir waren nach über 5 Wochen Besuch wieder zu zweit unterwegs. Ein perfekter Zeitpunkt um neue Energie für die zweite Hälfte unserer Reise zu tanken. Schlussendlich blieben wir ganze weitere 8 Tage auf dem Parkplatz beim Hostel im schönen Städtchen Antigua. Gratis Frühstück, warme Duschen, ein Tischtennistisch und gutes Wifi, um unsere Webseite zu erneuern und das Video zu Mexiko fertig zu stellen.

Die letzten Tage in Guatemala führten uns zum windigen Lago de Atitlan (eine ähnliche Szenerie wie beim Lago di Magiore im Tessin) über die steilste Strasse die Douglas je bewältigen musste zum farbenfrohen Markt in Chichicastenango und dann zurück nach Antigua bevor es weiter Richtung El Salvador geht.

Trotz fast drei unvergesslichen Wochen in Guatemala, einem eher ärmlichen Land mit äusserst netten Menschen, unvergleichbarer Natur und den wohl farbigsten und schnellsten Bussen der Welt, können wir es kaum erwarten endlich wieder an den Pazifik zu fahren um zu surfen.