Nicaragua

Caballos y Olas


Nicaragua, das Land der Pferde. Manch einer behauptet, dass hier die Reiter ihre Pferde lieber haben als ihre Frauen daheim. Ja, wir haben hier so einige Pferde gesehen und immer wurden diese auch von Männern geritten (ausser natürlich Touristinnen). Der rund zweiwöchige Aufenthalt in diesem schönen aber auch sehr armen Land, das - anders als manch einer glauben würde - das sicherste Land in Zentralamerika ist, hat uns während unseres Aufenthalts von seiner besten Seite gezeigt. Bessere Strassen als noch vor ein paar Jahren, grüne Wiesen, freundliche Menschen und gute Surfbedingungen.

Nach einem intensiven Grenzübertritt von El Salvador über Honduras nach Nicaragua - in nur einem Tag - sind wir für rund eine Woche in Jiquilillo in einem ECO-Hostel untergekommen. Hier trafen wir auf super Surfbedingungen und fast menschenleere Strände. Perfekt also um unsere Surffähigkeiten "ungestört" zu verbessern.

Wie es der Zufall wollte, trafen wir im Hostel nebenan auf Dave, den wir erstmals in Mexiko angetroffen haben. Spontan haben wir uns von ihm überreden lassen, ihn für eine Nacht nach Las Pepitas nahe Leon zu begleiten um dort mit seinen irischen Freunden auf das Leben anzustossen. Es war ein durchaus feuchtfröhliches Treffen, dass uns in guter Erinnerung bleiben wird. Anders als geplant haben wir - auf Nachdruck der irischen Freunde - einen Zwischenstopp in Leon eingelegt. Das hat sich durchaus gelohnt. Verglichen mit Granada scheint diese Stadt noch etwas weniger dem Tourismus verfallen zu sein und zeigte auch architektonisch die Unterschiede schön auf.

Das Parkieren in grösseren Städten ist immer wieder eine Herausforderung. In Leon mussten wir Douglas - mit einem etwas mulmigen Gefühl - in einer belebten Backpacker Strasse zurücklassen. In Granada durften wir nach erfolglosem Suchen eines gesicherten Parkings den Van freundlicherweise bei der örtlichen Feuerwehr unterbringen. Wenn nicht alles überreglementiert ist, sind eben auch solche Dinge möglich. Wir wussten das sehr zu schätzen.

Unsere letzten Tage in Nica verbrachten wir in der Region um San Juan del Sur. Eine Nacht in der sehr touristischen Stadt, wo wir gleich neben dem (seit 3 Jahren) provisorischen Polizeiposten untergekommen sind. San Juan del Sur ist als bekannte Surferhochburg zwischenzeitlich aus allen Nähten geplatzt. Obwohl man den Surfvibe immer noch spüren kann, war uns dies dennoch zu viel. Auch wenn der benachbarte Surfspot "Playa Maderas" Tags hindurch auch ziemlich überfüllt ist, besonders im Wasser, wo sich etliche Surfer um die Wellen streiten, sucht die Menschenmenge Abends wieder den Weg zurück in die Stadt und das Kampieren und früh morgendliche Surfen wird so ganz angenehm. Wir verbrachten hier unsere letzten fünf Tage hinter einem Restaurant, wo wir parkieren und übernachten durften.

Nach zwei Wochen geht in Nica ein weiteres Reisekapitel zu Ende. Abgesehen vom vielen Plastik, den es hier durch die Luft wirbelt und der auch immer wieder an den Strassenrändern und Stränden anzutreffen ist (wie übrigens auch in Guatemala und El Salvador) hat uns das Land beeindruckt. Viele schöne Erlebnisse nehmen wir mit auf unsere Weiterreise nach Costa Rica.